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Mit den klassischen Hilfsangeboten sind bindungslose, seelisch und körperlich verwahrloste Jugendliche nur begrenzt zu erreichen. Entsprechend ungünstig sind oft die sozialen Prognosen. Dieses bedrohliche Ergebnis hat die KuB dazu bewogen, neue sozialpädagogische Projekte mit kultureller Ausprägung zu entwickeln und durchzuführen. Die KuB knüpft über das Theaterprojekt an die kulturellen Interessen, Begabungen und Talente der Jugendlichen an. Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein werden gestärkt und schaffen so die Basis für eine erfolgreiche Wiedereingliederung. Der bisherige Erfolg gibt dieser Projektidee recht: Fast alle teilnehmenden Straßenjugendlichen schaffen über die Mitarbeit am Projekt den Ausstieg aus dem Straßenleben. Durchschnittlich nehmen etwa 40 junge Menschen an den Proben teil und 12 bis 15 stehen dann zu den Aufführungen auf der Bühne. Das Projekt ist niedrigschwellig organisiert und bis zum letzten Probentag können Jugendliche dazu kommen und mit machen.
Einmal jährlich finden zwölfwöchige Theaterproben, dreimal die Woche, statt und werden dann an drei Aufführungen präsentiert. Vor Beginn der Proben werden Jugendliche vor Ort an den Szenebrennpunkten angesprochen und zur Mitarbeit motiviert. Ziel ist es, Jugendliche direkt von der Straße auf die Bühne zu vermitteln.
Während der Probentage gibt es Essen, Schlafplätze und Notversorgung.
Die künstlerische Leitung hat die Wiener Schauspielerin und Regisseurin Margareta Riefenthaler. Das Projekt wird zusätzlich von pädagogischen Fachkräften begleitet, die sich um Beratung und Betreuung der jugendlichen Projektteilnehmer/innen kümmern.
Nähere Infos: Robert Hall, Tel. 030 61006811.