„Wo ein Erziehungsheim ist, da gibt es ein Zuchthaus und hinter dem Zuchthaus kommt das Leichenhaus und hinter dem Leichenhaus kommt der Friedhof“. (Bruno S., Schauspieler, geb. 1931 – gest. 2010)

 

Im Jahr 1971 wurde die KuB gegründet. Dies war eine dringend nötige Reaktion auf die Situation rund um die Berliner Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz, der im verstärktem Maße von weggelaufenen Jugendlichen als Treffpunkt genutzt wurde. Weggelaufen sind die Jugendlichen vom Elternhaus oder aus Kinderheimen.

Der Breitscheidplatz wurde als zentraler Treff- und Anlaufplatz genutzt.

Auf Initiative der Polizei und der Senatsjugendverwaltung wurde in unmittelbarer Nähe zur Gedächtniskirche in der Charlottenburger Kantstraße ein Ladenbüro als Anlaufstelle für die sogenannten Trebegänger gegründet. Von dort haben Sozialarbeiter/innen Kontakt und Vertrauen zu den Jugendlichen aufgebaut. Ein wichtiges Anliegen der Sozialarbeiter/innen war es, den hilfesuchenden jungen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, sie als gleichberechtigte Partner zu behandeln und abseits vom damaligen bevormundenden Jugendwohlfahrtsgesetz, mit ihnen tragfähige und selbstbestimmte Lösungswege heraus aus dem Straßenleben zu entwickeln.

 

Damals wie heute ist es die Aufgabe der KuB gemeinsam mit den jungen Menschen einen Ausweg aus dem Teufelskreis Kriminalität – Prostitution - Drogenabhängigkeit zu entwickeln.

Seit dem 1.1. 2007 ist die KuB integrierter Baustein im Berliner Notdienst Kinderschutz des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg in Kooperation mit dem Berliner Jugendclub e.V..

 

Die KuB hat ein differenziertes Hilfesystem für junge Menschen in Not entwickelt, beginnend mit der aufsuchenden Sozialarbeit an sozialen Brennpunkten in der Stadt,  Notversorgung, Notübernachtung, Beratung und Betreuung.

Unsere Grundsätze in der Jugendarbeit, denen sich alle Mitarbeiter/innen und Unterstützer/innen der KuB verpflichtet fühlen::

 

Ø    Kombination einer Komm- und Gehstruktur

Ø    Anonymität und Vertraulichkeit

Ø    Freiwilligkeit und gegen Zwangsmaßnahmen

Ø    Niedrigschwelligkeit

 

Die Hilfen der KuB leiten sich ab aus dem SGB VIII, § 8a § 11 und § 16, im Einzelfall SGB XII, § 67.

 

Robert Hall

Koordination und Leitung

 

 

Spendenkonto

Berliner Jugendclub e.V.
Commerzbank Berlin
Bankleitzahl: 10080000
Kontonummer: 563676001